/ Über

Mike Gölz.

Senior Engineer für gewachsene Business-Systeme. Excel, VBA, Access, SQL, Reporting, Power Query, Python, lokale KI. Pragmatisch. Wartbar. Übergebbar.

Porträtfoto von Mike Gölz, Freelancer für Excel-Automatisierung und Reporting bei MikeIT.dev.
Mike Gölz · Freelance

/ 01

Ich habe in Unternehmen, Verwaltungen und Konzernen gesehen, wie viele Prozesse in Wirklichkeit aussehen. Reporting, das sich seit Jahren niemand mehr traut anzufassen. Access-Datenbanken aus 2007, die das halbe Backoffice tragen. Excel-Dateien, in denen Logik und Daten untrennbar verwoben sind. KI-Strategien, in denen das Wort Strategie fehlt.

Mein Auftrag ist meistens nicht, das Neueste zu bauen. Mein Auftrag ist, das Bestehende endlich nachvollziehbar zu machen. Damit es jemand anderes verstehen kann. Damit es nicht beim nächsten Update zusammenbricht. Damit ein Team wieder weiß, was es eigentlich tut.

18+

Jahre an realer Praxis

Dev/Ops, ITSM, DWH, ETL, Reporting, Office-Automation, KI-Integration

70+

operative Systeme begleitet

Vom 200-Zeilen-Makro bis zur sechsstufigen DWH-Pipeline

100%

ohne Lock-in

Code, Doku und Wissen bleiben beim Auftraggeber, immer

Ich baue keine schicken Prototypen für LinkedIn. Ich baue Systeme, die in zwei Jahren noch laufen, die das Team auch ohne mich versteht, und die nicht beim nächsten Update zusammenbrechen.
Eigenes Arbeitsprinzip

/ 02 · Erfahrung

Wo ich gearbeitet habe und woran.

/ Data Warehouse, ETL und Reporting

01

Über mehr als ein Jahrzehnt habe ich Data-Warehouse- und ETL-Strecken in produktivem Betrieb verantwortet, von der ersten Quellenanalyse bis zum täglichen Refresh, der nicht ausfallen darf. Mit allem was dazu gehört: Datenqualitäts-Monitoring, Konsistenzprüfungen über mehrere Quellsysteme, Konsolidierungs-Logik für mehrere Mandanten. Power BI und Cognos als Endpunkte, sobald das Datenmodell sauber ist. Was ich dabei gelernt habe: achtzig Prozent der Reporting-Probleme sind keine SQL-Probleme, sondern Datenmodell-Probleme. Wer die Schicht ignoriert, baut sich für jeden neuen KPI eine neue Ausnahme.

SQL-Tuning auf MySQL, PostgreSQL und DB2 ist tägliches Werkzeug, nicht akademisches Wissen. Window-Functions statt Self-Joins, Common Table Expressions für Lesbarkeit, Execution-Plan-Analyse vor jeder Index-Entscheidung. Materialized Views und Partitionierung bei großen Aggregaten. Reproduzierbare Pipelines mit Validierungs-Schicht, sodass eine kaputte Quelle laut bricht statt still Müll zu liefern. Audit-Trail bei jedem Refresh als Standard, nicht als nachträgliche Idee.

/ Office-Automation, VBA und lokale KI

02

Refactoring gewachsener Excel- und Access-VBA-Bestände aus fünfzehn bis zwanzig Jahren operativem Betrieb. Konkret: Option Explicit überall, getypte Bereiche, Custom-Error-Klassen mit Logging, exportierte Module für Versionskontrolle. Backend-Migration von Access-Frontends auf SQL Server via Linked Tables, sobald Performance oder Multi-User-Konflikte das fordern. Power Query als reproduzierbare ETL-Schicht mit Query Folding bis zur Quelle, Parameter-Tabellen, Custom-Function-Library und Schema-Validierung über Try/Otherwise. VBA bleibt nur dort, wo Excel es wirklich am besten kann.

Bei lokaler KI begleite ich Setups mit Ollama, llama.cpp und vLLM für Daten, die das Haus nicht verlassen dürfen. Das bedeutet konkret: GPU-Sizing, Quantisierungs-Entscheidungen, Embedding-Wahl wie bge-m3 oder multilingual-e5, Token-Budget-Planung. RAG-Architekturen mit Qdrant oder pgvector, n8n als On-Prem-Orchestrator, MCP-Server als Tool-Bridge zu bestehenden Systemen. DSGVO, AVV mit Modell-Anbietern, EU-AI-Act-Risikoklassifizierung und Datenschutz­folgen­abschätzung sind Teil der Architektur, nicht nachgereichte Compliance-Kosmetik.

/ ITSM, Support und Übergaben

03

Operative ITSM-Erfahrung aus echten Betrieben, nicht aus Folien: KPI-Reporting auf bestehenden Datenmodellen, IAM-Architektur, Citrix-Rollouts in 3- bis 4-stelligen Nutzerzahlen, Berechtigungskonzepte mit Audit-Fähigkeit. 1st- und 2nd-Level-Support als Teil desselben Stacks, nicht als getrennte Welt. Was ich dabei gelernt habe: jedes System ist nur so gut wie die Übergabe-Doku, die es trägt. Wenn die Übergabe fehlt, läuft das System auf Vertrauen, und Vertrauen ist kein Architektur-Prinzip.

Übergaben sind bei mir Teil der Lieferung, nicht ein Anhängsel. Das heißt konkret: README mit Setup-Anleitung, Annahmen, bekannten Grenzen und Wartungs-Konventionen. Code-Walkthrough mit Aufzeichnung. Versionskontrolle inklusive aller exportierten VBA-Module oder M-Queries. Ziel ist immer dasselbe: ein zweiter Entwickler übernimmt in drei bis fünf Tagen, kein Schlüsselpersonen-Risiko, keine schwarze Box.

/ Training, Workshops und Wissensaufbau

04

Mehrjährige selbstständige Trainer- und Workshop-Erfahrung mit komplettem Service-Zyklus: Bedarfsanalyse, Konzeption, Durchführung, Nacharbeit. Excel, VBA, SQL, Power Query, Reporting und KI-Themenblöcke für gemischte Zielgruppen vom Fachbereich bis zur IT-Abteilung. Inhouse, remote oder hybrid, je nachdem was zum Team und zur Datenlage passt. Schulungen sind dabei kein Frontalvortrag, sondern Arbeit an den echten Systemen der Teilnehmer.

Den Hintergrund liefert die Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung mit einem produktiven Web-Datenbank-Projekt als Abschlussarbeit, Vollstack-Verantwortung vom Datenmodell bis zur UI. Seither gilt die gleiche Disziplin für jeden Auftrag: erst verstehen, dann bauen, dann dokumentieren. In dieser Reihenfolge, ohne Ausnahme.

/ 03 · Wie ich arbeite

  1. 01

    Verstehen vor Bauen.

    Wer einen unklaren Prozess automatisiert, baut sich einen schnellen unklaren Prozess. Erst Beobachten, dann Strukturieren, dann Code.

  2. 02

    Refactor schlägt Rebuild.

    In gewachsenen Systemen steckt das Wissen über den Prozess. Das wirft man nicht weg. Man räumt es auf, ordnet es, dokumentiert es.

  3. 03

    Wartbarkeit ist nicht optional.

    Code, den nur eine Person versteht, ist Risiko, nicht Lösung. Lesbarkeit, Tests, Dokumentation sind Teil der Lieferung, nicht ein Extra.

  4. 04

    KI ist Werkzeug, nicht Religion.

    Manchmal die richtige Antwort, oft nicht. Eine ehrliche Einordnung kostet weniger als ein gescheitertes KI-Projekt.

/ Häufige Fragen

Ehrliche Antworten auf die Fragen, die mir tatsächlich gestellt werden.

Keine SEO-FAQ. Das hier ist, was Auftraggeber wirklich vor dem ersten Gespräch wissen wollen. Antworten sind so kurz wie möglich und so lang wie nötig.

/ KI

01Brauchen wir wirklich KI?
Wahrscheinlich nicht überall. Oft ist eine gute Datenstruktur, ein klarer Prozess und etwas SQL die schnellere Antwort. KI lohnt sich dort, wo Unstrukturiertes zu Strukturiertem wird (Dokumente, Mails, freie Texte) oder wo Klassifikation und Suche im Spiel sind.
02Cloud oder lokal?
Kommt auf die Daten an. Kundendaten, Personalakten, Patientendaten, Steuerunterlagen, Verwaltungsakten gehören in der Regel on-prem, dafür Ollama oder llama.cpp mit GPU. Generische Inhalte ohne Personenbezug können Cloud-Modelle nutzen, mit AVV. Pauschalantworten sind hier gefährlich.
03Wie DSGVO-kritisch ist lokale KI?
Weniger als Cloud, aber nicht null. Sie brauchen weiterhin Verarbeitungsverzeichnis, technische und organisatorische Maßnahmen, Berechtigungskonzept, Logging und im Zweifel eine DSFA. Der Unterschied: keine Drittland-Problematik, keine API-Egress-Risiken.
04Was bedeutet EU AI Act für uns?
Hängt vom Use-Case ab. Reine Produktivitätstools sind Low-Risk, Klassifikation in HR oder Kreditentscheidung schnell High-Risk mit dokumentations- und überwachungspflichten. Wir prüfen das im KI-Readiness-Workshop konkret.
05Können Sie einen RAG-Use-Case auch DSGVO-konform bauen?
Ja, vollständig on-prem. Embeddings lokal (z. B. bge-m3), Vektordatenbank wie Qdrant oder pgvector, Inferenz auf GPU vor Ort. Antworten zitierbar, Quellen nachvollziehbar, Audit-Trail vorhanden.

/ Nach dem Projekt

01Was passiert nach Projektende?
Sie bekommen Code, Dokumentation und eine kurze Einweisung. Danach drei Optionen: selbst weiter pflegen, Retainer für Pflege, oder gar nichts mehr von mir hören. Keine Lock-in-Architektur.
02Was, wenn sich Anforderungen ändern?
Normalfall. Lösungen werden modular gebaut, damit sich Logik austauschen lässt, ohne das Ganze umzukippen. Größere Änderungen laufen wieder als kleines Paket.
03Was, wenn die Software in fünf Jahren noch funktionieren soll?
Wenig magische Dependencies, dokumentierte Versionen, Tests an den Stellen, an denen Tests wirklich helfen, klare README-Vorgaben für die Wartung. Senior-Software altert kontrolliert, nicht zufällig.

/ Direkter Draht

Wenn etwas in Ihrem Stack Sie schon zu lange beschäftigt, lohnt sich ein Gespräch.

Eine kurze E-Mail, ein Discovery-Workshop, eine ehrliche Einordnung. In dieser Reihenfolge, ohne Sales-Sequence.